Die Kunst des Küssens

Küssen ist für die meisten Frauen noch wichtiger als Sex. Doch es ist nicht leicht, gut zu küssen. Mit dieser Kunst des Küssens beschäftigt sich die  Philematologie. Wir wissen inzwischen:

Das Küssen ist die intensivste erotische Annäherung, bis zum 70. Lebensjahr verbringen wir durchschnittlich 110.000 Minuten mit dem Küssen. Küsse dauern heute doppelt so lange wie vor 20 Jahren. Damals küssten wir uns durchschnittlich nur sechs Sekunden. Dabei küssen wir Deutschen ein Drittel weniger als unsere europäischen Nachbarn. Dabei ‚lohnt‘ es sich zu küssen:

  • Küssen macht schlank. Denn wir verbrauchen pro Kuss bis zu 20 Kalorien in der Minute, das ist mehr als beim Fahrradfahren.
  • Küssen macht schön. Küssen ist Gesichtsgymnastik, bei der mehr als 34 Muskeln beteiligt sind.
  • Küssen ist glücklich: Über 100 Milliarden Nervenzellen sind beim Küssen beteiligt, große Mengen an Glückshormonen werden ausgeschüttet, das Herz schlägt erheblich schneller. Der ganze Körper wird gewissermaßen positiv unter Stress gesetzt – und das steigert unser Wohlbefinden.
  • Küssen ist gesund: Wenn wir viel küssen, leben wir fünf Jahre länger, da das Immunsystem sehr gestärkt wird. Früher hatte man allerdings die Angst, dass das Küssen krank macht. Schließlich werden beim Küssen bis zu 22000 Keime und Bakterien übertragen. Früher war sogar das Küssen mitunter verboten, weil dadurch die Pest übertragen wurde. Aber heutzutage macht das Küssen selten krank, und das Küssen ist ein Lebenselixier, denn der Andrenalinspiegel steigt und die Durchblutung des Körpers wird gefördert.
  • Küssen ist wichtig für die Partnerschaft. Lippen sind der Körperteil, der über die meisten Sinneszellen hat, mehr als die Geschlechtsorgane. Es ist unser sinnlichster Körperbereich, die wir haben. Das merkt man übrigens auch daran, dass Paare, die sich nichts mehr zu sagen, oft noch miteinander schlafen, aber sich nur noch selten leidenschaftlich küssen.

Zwei Drittel aller Frauen würden nicht mit einem Mann nicht schlafen, wenn er sich nicht küssen lässt. Es ist für sie ein wichtiges Auswahlkriterium einer Beziehung. Wenn sie feststellen, er küsst nicht gut, sagen sie oft, dass man charakterlich nicht zusammenpasse. Frauen achten mehr darauf. Männer sind da sexualitätsorientierter. Dabei darf man darf vergessen, dass eine Partnerwahl normalerweise von der Frau ausgeht. Und zwar so, dass der Mann denkt, er habe das bewerkstelligt. Frauen benutzen ein sehr subtiles System, den Mann abzuschätzen. Eines der letzten Kriterien ist der Kuss.

Der Kuss hat für die erotische Nähe in einer Liebesbeziehung eine zentrale Bedeutung. Tritt eine Entfremdung in der Partnerschaft ein, wird immer das intime Küssen eingestellt. Das ist meist ein schleichender Prozess, so dass sich im Laufe der Jahre die Art des Küssens wandelt. Am Anfang einer Partnerschaft gibt es den sinnlich-erotischen Kuss, der zu einer regelrechten Explosion der Sinne führt. Nach vielen Jahren bleibt oft der Wangenkuss, der fast geschwisterlich wirkt. Jeder küsst anders und die meisten Menschen würden ihren Partner sofort mit geschlossenen Augen an seinem/ihrem Kuss erkennen.
Ein Kuss kann tausend Variationen haben. Es gibt stürmische, vorsichtige, sinnliche, knabbernde, schüchterne, leidenschaftliche Küsse. Trockene und Feuchte. Man kann den anderen auf die Lippen, die Stirn, die Ohrläppchen küssen. Ausserdem gibt es den Eskimokuss, der in der Arktis praktisch ist, man begrüßt sich mit den Nasen. Und der Schmetterlingskuss ist die zärtliche Berührung der flatternden Wimpern. …

Allerdings ist es nicht einfach, gut zu küssen. Man muss seine eigene Leidenschaft spüren und gleichzeitig auf den anderen hören. Küssen ist also Teamarbeit. Dabei sind Männer oft zu schnell. Von den Frauen hört man dann: „… und plötzlich hatte ich seine Zunge im Hals.“. Wie in einem Gespräch sollte man beim Küssen zwar selber etwas sagen, aber auch zuhören, sich allmählich steigern, bevor man ‚hochbrezelt‘. Manchmal muss man eben auch die Sau rauslassen, um zu zeigen, dass Begierde da ist.

 

Kostenloser Abdruck, wenn das neue Buch von Wolfgang Krüger erwähnt wird (Liebe ist den ersten Schritt zu tun – Der Weg zur glücklichen Partnerschaft). Dort zeigt er auf, wie sich Liebesbeziehungen verbessern lassen, so dass das intensive, lustvolle Küssen wieder auflebt.

  1. Dr. WOLFGANG KRÜGER  Krefelder Str. 20 – 10555 Berlin  krueger-berlin@web.de 01522 864 38 67   www.dr-wolfgang-krueger.de

 

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